Altersentlastung für die Lehrpersonen

Die Dienststelle Volksschulbildung (DVS) stellt eine neue Variante für die Altersentlastung der Lehrpersonen zur Vernehmlassung. Statt 5% und 10% Reduktion der Unterrichtsverpflichtung, sollen die Lehrpersonen ab dem 50. eine und ab den 60 Altersjahr zwei zusätzliche Ferienwochen erhalten.

Der LLV lehnt diese Änderung mit der folgenden Begründung aus unserer Eingabe ab:
Im März 2009 gelangten wir mit dem Anliegen an Sie, die Altersentlastung zukünftig zu verbessern. Es sollen auch Teilpensen unter 50% entlastet werden, der Stichtag soll der Schuljahresbeginn sein und die Entlastung soll sich auf den gesamten Berufsauftrag bezie-hen.

Ende Mai 2010 erhielten wir Ihren Vorschlag zur Vernehmlassung. Im Begleitbrief erklären Sie, dass mit dem heutigen Altersentlastungsmodell diese Anliegen nicht verwirklicht werden könnten. Das heutige Modell würde damit noch komplizierter werden und würde zu Mehrkos-ten von Fr 0,5 Mio führen.

Sie schlagen nun eine Systemänderung vor, die zwar das Anliegen der Ausdehnung der Entlastung auf Pensen unter 50% und den Schuljahresstichtag berücksichtigt, jedoch zu ei-ner massiven Reduktion der Altersentlastung für die Lehrpersonen mit einem Pensum über 50% führen würde!

(Siehe Eingabe mit der Berechnung unter Positionspapiere/Vernehmlassungen)

Offensichtlich soll mit den Einsparungen im Altersbereich 60 - 65 die Altersentlastung für die Lehrpersonen mit Teilpensen unter 50% finanziert werdeDas neue Modell ist keine Verbesserung der Altersentlastung für alle Lehrpersonen, was unser Anliegen war, sondern eine Umverteilung der Altersentlastung zu Gunsten der Teilpensen und zu Ungunsten der Pensen über 50%! Dies war in keiner Art und Weise die Absicht unserer Eingabe vom März 2009.

Eine zusätzliche Ferienwoche bringt keine Entlastung, sondern bedeutet für die Lehrperson einen Mehraufwand an Vorbereitungsarbeiten für die Stellvertretung.

Wir lehnen die neue Fassung zur Altersentlastung der Lehrpersonen vollumfänglich ab und erneuern unsere Forderungen, die wir in der Eingabe vom März 2009 formuliert haben!

Die Attraktivität des Lehrberufs soll doch verbessert werden, darüber wird zurzeit überall geschrieben und gesprochen. Mit einer Verschlechterung der Arbeitsbedingungen wird die Attraktivität mit Sicherheit nicht verbessert, insbesondere für die 35 % der Lehrpersonen, die über 50 Jahre alt sind.

Vorstand und Standespolitische Kommission LLV