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Jahresprogramm

Jahresprogramm LLV 2016/17

Alle Lehrer und Lehrerinnen sind im LLV:

All unsere Arbeiten sollen den Organisierungsgrad der Lehrerinnen und Lehrer im Kanton Luzern möglichst Richtung 100% lenken. Durch den Einbezug des LCH, der ILCH, der Regionalorganisationen, der Schulhausvertretungen, der LLV-Arbeitsgruppen wie durch die folgenden Massnahmen, streben wir dieses Ziel an.

1. Verband weiter stärken, Mitglieder halten, neue Mitglieder gewinnen:

Der Nutzen der Verbandsarbeit muss möglichst breit und permanent kommuniziert werden. Die breitausgelegte LLV-Struktur bietet dazu gute Möglichkeiten. Diese Chance ist zugleich Verpflichtung für alle Chargierten: Die Vakanzen müssen möglichst lückenlos ersetzt werden. Der Kontakt zu den Abgängern an der PH LU muss weiterhin gepflegt werden. Im Moment sind die zwei Engagements des LLV vor Ort: Information zur Verbandsarbeit und das bereits vierjährige Sponsoring der Studienagenda über die StuOrg der PH LU.

2. Arbeitsbedingungen für Lehrpersonen, Abbaumassnahmen in der Bildung

Mit der gleichen Selbstverständlichkeit, wie die Arbeit der Lehrerinnen und Lehrer stetig zunimmt, werden die Rahmenbedingungen weiterhin gekürzt. Die angesagten 330 Mio. in den Budgetjahren 2017, 2018, 2019 einzusparen, wird nicht ohne einen weiteren Abbau von Leistungen gehen. So gilt unser Augenmerk den Sparmassnahmen und dem damit verbundenen Abbau. Dieser kann direkt spürbar sein z.B. durch die fehlende Lohnentwicklung oder durch das Streichen des DAG. Schwieriger sind die Sparmassnahmen, deren Effekt verzögert eintritt. Dies wird z.B. bei der Optimierung der Sekundarschulkreise oder bei der Finanzierung der Volksschule ab 2018 durch Normkosten der Fall sein. Zunehmend sind die Abbaumassnahmen auch juristisch zu prüfen. Unsere Verbandsjuristen machen dahingehend Abklärungen. Weiter pflegen wir Kontakte zu den verbandsnahen Organisationen (ILCH, LCH, VSL-LU, BCH.LU, VLM, ALP, VLG, Gewerbeverband etc.) wie auch zu den politischen Gremien (Departemente, Kommissionen des Kantonsrates, speziell EBKK, PFK, die Parteien, die Dienststelle Volksschulbildung und die Dienststelle Personal). Der LLV engagiert sich weiterhin in der Luzerner Allianz für Lebensqualität. Im Zusammenhang mit den politischen Aktivitäten und deren Umsetzung sind wir stark auf die Netzwerke unserer Mitglieder angewiesen.

3. Lehrerinnen- und Lehrertag vom 22. November 2017

Am 22. November 2017 findet der 15. Lehrerinnen- und Lehrertag (LLT 2017) wiederum in der Stadthalle Sursee statt. Er dauert von 13.45 bis ca.17.45 Uhr. Das Thema ist noch offen. Die Teilnahmebedingungen werden durch den neuen Rahmen wesentlich erleichtert, das heisst, die Blockzeitenregelung wird nicht mehr tangiert. Mit den bisherigen Ausstellern wird das Angebot einer Ausstellung unter den neuen zeitlichen Rahmenbedingungen geprüft.

4. Projekt Arbeitsplatz Schule

Die Umsetzung der 2011 vorgeschlagenen acht Massnahmen zur Steigerung der Attraktivität der Unterrichtstätigkeit ist mit der Aufstockung der SL-Pensen per Januar 2017 praktisch abgeschlossen. Es fehlt jetzt nur noch die Aufstockung des Schulpools für besondere Aufgaben. Diese wurde in der Debatte bei Leistungen und Strukturen II durch den Kantonsrat gestoppt. Zudem ist der vom VLG geforderte Kosteinteiler beim Projektstart Arbeitsplatz Schule von mindestens 30 – 70 ebenfalls noch nicht umgesetzt. 

5. Berufsauftrag und Arbeitszeit der Lehrpersonen

Der Berufsauftrag wird zunehmend an Gewicht erhalten. Es ist davon auszugehen, dass die Gesamtarbeitszeit (1907 h pro Jahr bei 100% Anstellung) vorerst so bestehen bleibt. Die lohnrelevante Grösse des Berufsauftrages, nämlich die Unterrichtsverpflichtung in Lektionen, die 87.5 % des gesamten Berufsauftrages umfasst, wird zum Sparschieber. Das gilt es zu verhindern. Grundsätzlich gehören die 4 Arbeitsfelder, wie diese im Berufsauftrag festgelegt sind, zusammen.

6. Besoldung

Die Revision der Besoldungsklassen, wie auch die Revision zur Bewirtschaftung der Besoldungsstufen mittels Lohnband sind abgeschlossen. So wurde die bisherige Untergrenze zur Besoldungsentwicklung abgeschafft. Nach wie vor halten wir an der Lohnentwicklung von ca. 1.3% pro Schuljahr fest. Nebst dem entscheidenden, materiellen Nachteil hat das neue System mindestens einen Vorteil: Es bildet die individuelle Lohnentwicklung durch das Lohnband genau ab und jeder noch so kleine Lohnanstieg kann ausbezahlt werden.

7. Arbeitsmarktsituation für Lehrpersonen 2016/17

Der LLV fordert eine Besetzung aller freiwerdenden Stellen in der Regel durch adäquat ausgebildete Lehrpersonen. Notwendige Nachqualifikationen müssen für betroffene Lehrpersonen zeitlich und finanziell leistbar sein. Kündigungen aus strukturellen Gründen sind mit entsprechenden Massnahmen abzufedern. 

8. Schulen mit Zukunft

Das Projekt Schulen mit Zukunft unterstützen wir weiterhin. Durch diese Beteiligung nehmen wir Einfluss auf die Unterrichtsentwicklung. Dabei setzen wir unseren Fokus auf die Bedingungen für die Lehrpersonen.

9. Integrative Förderung

Es mangelt weiterhin an ausgebildeten IF-, SHP- und DaZ-LP. Die Ausbildung dieser Lehrpersonengruppe muss weiter intensiviert werden. Zwischenzeitlich gibt es ein entsprechendes niederschwelliges Weiterbildungsangebot für Förderlehrpersonen. 

10. Lehrplan 21/WOST 2017/WOST 2019

Die Weiterbildung im Zusammenhang mit dem Lehrplan 21 ist erfolgreich angelaufen. Weiterhin fordern wir, dass die Umsetzung mit den entsprechenden Mitteln versehen wird und nicht auf Kosten der Alternierungslektionen und den gestalterischen Fächern finanziert wird. Wir setzen uns für eine Lösung der Fremdsprachenfrage auf der Primar ein. Dahingehend müssen wir im Schuljahr 2016/2017 entsprechende Ressourcen für die Abstimmungskampagne bereitstellen.

11. Leistungsmessung

Wir beobachten kritisch die sich entwickelnden Massnahmen zur Leistungsmessung auf ihre Umsetzbarkeit im Rahmen des LCH und der ILCH. Die Leistungsbeurteilung muss die Förderkomponente für Schülerinnen, Schüler und Lehrpersonen mitberücksichtigen. Zudem verlangen wir für die Kompentenzenbeurteilung aus dem LP 21 entsprechende, einfache Instrumentarien.

12. Lehrerinnen- und Lehrerbildung

Der LLV engagiert sich weiterhin in der Zusammenarbeit mit der PH Luzern für gute Aus- und Weiterbildungen. Die Lehrerinnen- und Lehrerbildung muss die Studierenden so ausbilden und auf das kommende Berufsleben vorbereiten, dass die Aufgaben der zukünftigen Schule (Integration von Flüchtlingen) erfüllt werden können. Quereinsteiger, Wiedereinsteiger und den Berufseinstieg niederschwellig zu begleiten (Mentorate) sind weitere Schwerpunkte.

13. Lehrerinnen- und Lehrerweiterbildung (WB)

Die Weiterbildung muss die aktuellen Anforderungen der Schulen aufnehmen und Angebote für die im Beruf stehenden Lehrpersonen bereitstellen. Die Weiterbildungen Einführung in den Aufgabenbereich «Integrative Förderung» und die Einführung in den Aufgabenbereich «Integrative Sonderschulung von Lernenden mit geistiger Behinderung» werden neu auf das Schuljahr 2016/2017 bereitgestellt. Die freie Wahl der Weiterbildung wird auch im kommenden Schuljahr 2016/2017 (LP 21, Massnahmenplan bei der externen Evaluation, neue Lehrmittel) stark eingeschränkt. Die Langzeitweiterbildungen im Kanton Luzern dauern nur noch 9 Wochen. Diese dürfen nicht weiter gekürzt und unattraktiver gemacht werden.

14. Dienstleistungen

Der LLV nimmt seine wichtige Aufgabe als Dienstleister gegenüber seinen Mitgliedern wahr. Im Zentrum steht die Beratung. Wir kommunizieren unser aktualisiertes und individuelles Dienstleistungsangebot. Gemeinsam mit dem Profitcenter LCH schaffen wir interessante Angebote, die allen LLV-Mitgliedern zur Verfügung stehen. Ergänzend zum Jahresprogramm des LLV steht die LCH-Agenda 2016/17, die wichtige Tätigkeitsfelder im Bildungsbereich auf schweizerischer Ebene festhält. 

 

Das Jahresprogramm des LLV für das Verbandsjahr 2016/2017 wurde an der Verbandsratssitzung 4-15/16 vom 08. Juni 2016 in Luzern besprochen und einstimmig genehmigt.

Luzern, 08.Juni 2016

LLV Diskurs Vorschau

Diskurs 5-16/17: Erscheinungsdatum: 21. Juni 2017

Verbandsratssitzung, 7. Juni 2017

Abstimmungskampagne: Nur eine Fremdsprache auf der Primar

KP 17: Auswirkungen auf das Schuljahr 2017/2018

LLT 2017: Voranzeige

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